Wer bin ich?

Das frage ich mich auch immer wieder… Mein Schöpfer weiß es! Ich kann ja mal erzählen, woher ich komme:

  • Meine Jugend verbrachte ich auf einem Bauernhof im Schwäbischen Wald, 1km von der nächsten Ortschaft Birkenlohe, ca. 60 km östlich von Stuttgart.
  • Mit 8 Jahren fuhr ich bei der Kartoffelernte erstmals Traktor!
  • Im Sommer war ich bei “Haus-zu-Haus-Aktionen” dabei: wir verkauften unsere Kartoffeln in der nächstgelegenen Stadt und klingelten an den Türen…
  • Später verdiente ich meine erste Mark mit Ferienarbeit in einem Hobelwerk.
  • Ab 15 bis noch in die Studienzeit verbrachte ich fast jede freie Minute neben der Schule mit der Arbeit in einem Sägewerk.

Ich bin sehr dankbar, dass ich von klein auf in der Kinderkirche das Wort Gottes hörte. Mit 14 Jahren wurde ich Jung-Mitarbeiter in einer evangelischen Jugendgruppe, deren Besucher kaum jünger waren als ich. Ich fing an, mit Interesse im Neuen Testament zu lesen – ich wollte wissen, worum es ging, vielleicht musste ich ja den andern mal was erzählen!

In dieser Jugendgruppe wurde mir deutlich, dass ich eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus haben kann, und ich wuchs in diese Beziehung hinein. Ein eindrücklicher Punkt war mir (nach ca. einem halben Jahr “passiver” Mitarbeit) meine erste “Andacht” in der Jugendgruppe. Mit Furcht und Zittern sagte ich vor den andern, was Jesus Christus mir bedeutete. Das hat mir sehr geholfen!

Die Frage “Was will Jesus Christus?” bekam nun Vorrang für mich. Gab es beispielsweise einen Streit mit meinen Eltern, so konnte ich mich anschließend bei ihnen entschuldigen – das hatte es bei uns nie gegeben! Auf meine Fragen “Wozu bin ich eigentlich da? Wird mein Leben einmal nur vergessen werden? Was wird bleiben?” fand ich die Antwort: “Ich lebe zur Ehre meines Herrn!”

Durch die Mitarbeit in Kurzzeiteinsätzen von Operation Mobilisation (in deutschen Städten und in Österreich) gewann ich wertvolle Erfahrungen, eine Horizonterweiterung über die örtliche Kirchengemeinde hinaus. Daher war mein Wunsch, Gott auch “im Beruf” zu dienen. Mein Theologiestudium “versandete” allerdings nach drei Jahren – ich konnte mich einfach nicht mehr weiter zur Beschäftigung mit den Inhalten aufraffen, die oft wenig mit Jesus Christus zu tun hatten.

So kam ich zurück zu meiner schulischen Stärke – zur Mathematik bzw. Informatik. Nach dem Informatikstudium mit Nebenfach Linguistik arbeite ich nun seit einigen Jahren bei der Vector Informatik GmbH in Stuttgart und entwickle technische Software für die Automobilbranche (Beschreibung der Diagnosedaten von elektronischen Steuergeräten mit CANdelaStudio). Von diesen Brötchen ernähren sich meine liebe Frau Angelika und Benjamin, Georg, Samuel, David und Tabea (geb. 1987-1997).

Aus dem Theologiestudium blieb mir die Erkenntnis, dass mir aufgrund meiner eher systematischen Art die alten Sprachen Latein und Griechisch am meisten gefallen hatten (alle Theologiestudenten mögen mir verzeihen…). Dies ist wohl mit ein Grund, dass mir die Arbeit der Wycliff-Bibelübersetzer am Herzen liegt. Vom ersten bis zum letzten Buch der Bibel zieht sich der Faden:

  • unser Schöpfer will alle Völker segnen (1. Mose 12,3; 22,18),
  • Jesus Christus sendet seine Nachfolger zu allen Völkern (Matth. 28,19),
  • in der zukünftigen Herrlichkeit werden Menschen aus allen Völkern und Sprachen IHN anbeten (Offb. 5 und 7).

Meine Gaben konnte ich einbringen in unserer evangelischen Kirchengemeinde in der Jungschar und Kinderkirche, bei den “Freeware-Losungsprogrammen” losung.de und bei Projekt Bibel 2.0.

Wer ich bin? Ich sagte ja – mein Schöpfer weiß es. Ich glaube, ER hat einen guten Plan mit mir.

Helmut Steeb http://www.jsteeb.de.