Erzählvorschlag Kinderkirche: Mose im Körbchen (2. Mose 2,1-10)
Ein kleines Kind im Schilf…
Erzählvorschlag für Kinder ab der dritten Klasse.
Zum Beginn an drei Kinder, die gut lesen können, je einen Zettel ausgeben, mit einem Vorlesetext aus “Das große Erzählbuch zur biblischen Geschichte”, mit den Nummern (1), (2) und (3), siehe unten.
Ein Rätsel: wer bin ich?
(Holzkasten oder Wäschekorb mit Teppich darin. Bei “Ich lag…” eine ganz kleine Figur reinlegen :-) )
- Als ich ein Kind war…
- Fremde Soldaten waren schlimm zu meinem Volk Israel. Wir waren unterdrückt.
- Ein böser König wollte alle Kinder in meinem Alter umbringen.
- Ich lag in einem kleinen Holzkasten.
- Wichtige Personen aus einem fremden Volk kamen vorbei.
- Meine Kindheit verbrachte ich in Ägypten.
- Der erste Sohn musste schließlich doch sterben.
- Dann feierten wir das Passahfest.
(ich bin Mose - überraschende Ähnlichkeiten mit Jesus!)
Das Volk Israel in Ägypten
- Gott heißt auch “der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs”.
- Er hatte Abraham das Land Kanaan (Israel) versprochen.
- Zur Zeit Jakobs war dort eine Hungersnot. Die große Familie (70 Personen) zog nach Ägypten zu Jakobs Sohn Josef. Josef war der Unterkönig von Ägypten.
- Sie bekamen einen Teil des Landes für sich (Gosen).
- Die Bibel sagt uns (2. Mose 1,21): “Weil sie Ehrfurcht vor Gott hatten, wurden sie immer zahlreicher.” (zweimal lesen!)
- Das ist wichtig!
- Zwischen uns Menschen heißt das: “Respekt”.
- Wenn jemand etwas nicht so gut kann wie ich, und ich habe Respekt, dann lache ich ihn nicht aus!
- Die Ägypter bekamen Angst vor den Israeliten.
- Ein König, der von Josef nichts mehr wusste, zwang die Israeliten zu Sklavenarbeit. Das war grausam und hart!
Das große Erzählbuch zur biblischen Geschichte (PDF 2025 S. 116; Kind liest vor): (1)
Sie stachen Lehm ab und hackten Stroh klein, sie trugen Wasser herbei und machten aus Lehm und Häcksel einen zähen Brei. Daraus formten sie schwere Steine. Andere legten dann diese Steine zum Trocknen in die Sonne. Und wieder andere trugen sie schweigend übers Feld, stundenweit, zu den Städten Pithon und Ramses. Dort baute man starke Mauern daraus.
- Aber die Israeliten wurden trotzdem immer noch zahlreicher.
- Deshalb befahl der König, alle neugeborenen Buben in den Nil zu werfen. Vor den Mädchen und Frauen hatte er keine Angst.
- Zu der Zeit kam Mose zur Welt - der kleine Bruder von Aaron und Mirjam. Seine Eltern hießen Amran und Jochebed.
- Der Glaube an Gott gab ihnen den Mut, den Befehl des Königs nicht auszuführen - sie versteckten Mose drei Monate lang.
- Achtung Details in der Bibel: “Als Jochebed sah, wie schön der Junge war, hielt sie ihn drei Monate lang versteckt.” (2. Mose 2,2)
- Aber dann konnten sie ihn nicht länger verstecken - man hörte sein Schreien draußen auf der Straße.
Das große Erzählbuch zur biblischen Geschichte, S. 118, Kind liest vor: (2)
Da hatte Jochebed in ihrer Verzweiflung plötzlich eine Idee. Sie pflückte Papyrusschilf am Ufer des Nils und flocht ein längliches Körbchen daraus. Das bestrich sie mit Pech und Asphalt, so wurde es eine feste Kiste. Jochebed machte einen Sarg für ihr eigenes Kind. Weil sie so sehr wünschte, dass es am Leben blieb.
- Jochebed betete wohl: “O lieber Herr, nun musst du für mein Kind sorgen. Ich kann es nicht mehr, ich habe Angst! Aber wenn du für mein Kind sorgst, wird alles gut gehen.”
- Sie ging heim, aber Mirjam versteckte sich und schaute, was aus ihrem kleinen Brüderchen wurde.
- Vornehme Frauen kamen zum Baden im Nil. Dabei war die Tochter des Königs!
- Irgendwann entdeckten sie das Kästchen! Das Kind weinte.
- Die Prinzessin war nicht so grausam wie ihr Vater, sie hatte Mitleid.
- Achtung Detail: vielleicht auch, weil der Junge so schön war!?
Das große Erzählbuch zur biblischen Geschichte, S. 119, Kind liest vor: (3)
»Das ist bestimmt eins von den Kindern des Volkes Israel«, sagte sie. »Wie schön es ist! Das darf nicht ertränkt werden. Ich will das Kind haben. Und ich will auch gut dafür sorgen.« »Aber wer soll ihm zu trinken geben?« Lange beratschlagten sie darüber, wer das tun sollte.
- Mirjam klopfte das Herz bis zum Hals. Sie war eine Tochter der Sklaven, und dort stand die Tochter des grausamen Königs!
- Aber sie nahm all ihren Mut zusammen, ging zu den Frauen und fragte: »Soll ich dir eine Frau holen, die das Kind stillen kann?«
- »Ja«, sagte die Prinzessin, »mach schnell.«
- Diese schlaue Mirjam! Ganz aufgeregt rannte sie davon. Und wen holte sie? Ihre Mutter natürlich!
- So durfte Jochebed das kleine Kind behalten und bekam sogar noch Geld dafür!
- Wenn Soldaten kamen, konnte sie die fortschicken: »Das ist das Kind der Prinzessin. Fragt nur im Palast!«
- Aber leider: als Mose ein paar Jahre alt war, musste sie ihn der Prinzessin in den Palast bringen.
- Er sollte von den Ägyptern lernen und ein kleiner Prinz werden.
- Das war für die Eltern sehr schwer.
- Ihr Trost war: Gott wird schon für ihn sorgen.
Tatsächlich: Gott hatte etwas Großes vor mit diesem kleinen Kind Mose!
Und noch viele hundert Jahre später auf einem Berg in Israel, Jesus und drei seiner Jünger (Mt. 17): für kurze Zeit zeigt Gott die Herrlichkeit von Jesus. Da sahen die Jünger bei Jesus zwei (schon gestorbene) Personen aus dem Alten Testament. Wer könnte das gewesen sein? Mose und… Elia! So eine besondere Rolle hatte Mose.
- Gott hat das Vertrauen der Eltern und den Mut der großen Schwester gesehen und gebraucht.
- Er hatte einen Plan für sein versklavtes Volk.
- Wie er diesen Plan durch Mose ausgeführt hat, hören wir an den nächsten Sonntagen.
Was könnte das für uns bedeuten?
- Auch in der größten Not können wir auf Gott vertrauen!
- Manchmal müssen wir mutig sein und uns von Gott gebrauchen lassen.
- Gott führt seinen Plan aus - auch wenn die Umstände schlimm aussehen.
Buchstabenrätsel: “Die Geburt des Mose”
Dreizehn Wörter versteckt in einem Quadrat von 18 x 18 Buchstaben, in Schreibrichtung nach rechts, rechts unten und nach unten.
- Arbeitsblatt Die Geburt des Mose von https://www.suchsel.net
- Direkter Download als PDF (Kopie auf jsteeb.de)
Links
- 2. Mose Kapitel 2
- Das große Erzählbuch zur biblischen Geschichte
- 752 Seiten, mit neuen Illustrationen, kostenloser Download als PDF
- große Empfehlung, wir haben es mit den Kindern mehrfach gelesen (wörtlich oder frei).
- Suchsel-Arbeitsblätter (PDF) erstellen