Papa, warum glaubst Du an Gott?

… so fragte unser Sohn – als Hausaufgabe, im Auftrag der Schule. Ich wollte keine vorschnelle Antwort geben und hatte erst mal keine Zeit. Aber er kam wieder.

Ich merkte, es geht nicht darum, einen Bibelvers herzusagen. Es geht um mich persönlich: “warum ich an Gott glaube” – was hat mich dazu gebracht, warum bleibe ich dabei? Ich war selber überrascht, wieviele Punkte mir beim Nachdenken einfielen:

  • an welchen “Gott” glaube ich denn? Ich glaube an den Gott der Bibel, den “Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs”, den Vater Jesu Christi.
  • ein starker Anstoß zum Glauben war für mich die Überzeugung, für eine Freundschaft und Ehe sind die Maßstäbe Gottes das beste Fundament: gegenseitige Achtung; Christus ist wichtiger als die Beziehung und rückt ihr den richtigen Stellenwert zu; das Zusammenleben gehört in die Ehe.
  • wir erfahren: Gottes Vergebung ermöglicht Vergebung und Frieden in unserer Familie
  • ich bin davon überzeugt, dass Gott das All (alles) erschaffen hat. Wenn die Kinder z.B. aus dem Biologieunterricht erzählen, kommen wir immer wieder ins Staunen über Gottes Einfallsreichtum als Schöpfer: wie das Klima funktioniert, was im Auge geschieht, wie die Fotosynthese abläuft, wie unzählige kleine Kraftwerke im Körper beim Radfahren Nahrung in Energie und Bewegung umsetzen.
  • die Bibel: ich verstehe sie nicht bis ins Letzte. Aber wo ich sie verstehe, ist sie für mich logisch und glaubwürdig: die erfüllten Voraussagen des Alten Testaments, die Berichte über Jesus, die Auferstehung Jesu, die Zeit der ersten Christen.
  • Gott ist der ideale Vater (steht so in der Bibel – im Brief an die Christen in Ephesus Kap. 4). Er setzt den Maßstab, wie mein Leben gelingen kann, und wie ich unseren Kindern und anderen begegnen sollte.
  • die Liebe Gottes, wie sie in der Bibel beschrieben wird, ist nicht die oberflächliche “Liebe” aus unseren Massenmedien, sondern sie ist gekennzeichnet durch das, was echte menschliche Beziehungen ausmacht: Verbindlichkeit, Opferbereitschaft, Annahme ohne Bedingungen.
  • ich erfahre Gottes Realität, wenn ich erlebe, wie ich mit “wildfremden” Menschen durch Jesus Christus verbunden und vertraut bin (z.B. beim Christustag in Stuttgart).
  • in Berichten etwa von den Wycliff-Bibelübersetzern sehe ich staunend, wie Gott in den Kulturen anderer Völker “Spuren” gelegt hat. So ermöglicht Er auch Menschen aus diesen Kulturen, Ihn zu erkennen (mit der Familie gelesen: Anderson & Moore: Gib mir die richtigen Worte; Hänssler-Verlag).