Foto: Morgensonne über Remseck

Radfahren 2016 um Ludwigsburg und Welzheim: Sonnenpracht und Gewitter

Eine Nachlese auf August 2016 – und Hoffnung auf den nächsten Sommer…

An einem Sonntag im August 2016 möchte ich meinen Dod und meine Dode (Patenonkel und Patentante) im Welzheimer Wald besuchen. Das verbinde ich mit einer Radtour – ich fahre zu ihnen zum Frühstück, und wenn das Wetter schön ist, treffen Angelika und ich uns nachmittags zum Baden im See, in der Ehmetsklinge bei Zaberfeld!

Also Start um 6 Uhr morgens – da gibt’s ein schönes Morgenrot über der Ampelkreuzung bei Sachsenheim, aber es könnte auch ein Gewitter daraus werden:

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Um halb 7 der Blick auf den Hohenasperg – von rechts (Süden) sieht es nach Gewitter aus. Ich fahre Richtung Osten, vielleicht komme ich ja vor dem Gewitter durch:

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Bei Möglingen an der Autobahnauffahrt leuchten die Wolken zwar in der Morgensonne, aber da braut sich wirklich etwas zusammen:

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Hinter Ludwigsburg Richtung Remseck ein herrlicher Blick auf die Morgensonne! Wer würde so ein Gemälde erschaffen? Ich preise Gott!

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Eine Viertelstunde später Richtung Schwaikheim: Richtung Süden gibt’s nur noch eine dunkle Wand, die Regenschwaden kommen schon herunter, Blitze zucken.

Auf dem Feldweg fährt ein anderer Radfahrer, und ich denke, das wäre ein schönes Bild mit einem Blitz – aber kein Blitz lässt sich fangen:

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Ich ahne, dass es mit dem Durchkommen vor dem Gewitter wohl doch nichts wird.

In Schwaikheim fahre ich tapfert weiter Richtung Winnenden.

In Winnenden wird’s immer dunkler, ich fahre tapfert weiter Richtung Birkmannsweiler.

In Birkmannsweiler fahre ich bis zur Ortsmitte, und ich stehe tapfert in dieser überdachten Hauseinfahrt unter! Das Gewitter ist da:

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Irgendwann (es ist immerhin noch um 8 Uhr am Sonntagmorgen) schaut eine Frau zum Fenster raus. Ich sage: “Ihr hen a super Plätzle zom Ondrstanda!” Darauf sie nur: “Send se net dr Erste!”

Ich freue mich über die freundliche Antwort. Wie oft sind wir im Leben auf die Hilfe anderer angewiesen! Und wenn’s um Vergebung und Frieden geht, erst recht. So erinnert mich ein Gewitter an Jesus Christus und was im Leben wirklich zählt.

Mit dem Frühstück bei Dod und Dode wird’s wohl etwas später – ich rufe an und gebe Bescheid. Erst um 8:15 Uhr, nach einer Dreiviertelstunde Halt, fahre ich weiter Richtung Welzheim.

Die Straße ist noch nass, der Himmel voll dunkler Wolken. Beim Blick zurück zeigt sich am Horizont ein blauer Streifen:

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Über Oppelsbohm und Krehwinkel geht’s ins Wieslauftal nach Michelau, hinüber nach Steinenberg und dort “das Hausdach hoch” – die Strecke ist sehr steil, ich fahre im kleinsten Gang. In der andern Richtung könnte der Tacho hier 70km/h zeigen, aber die Straße ist holperig, das Lenkrad also gut festhalten… Oben fahre ich auf der Straße von Schorndorf nach Welzheim weiter.

Kurz nach neun komme ich an – von Gewitter nichts mehr zu sehen, die Straße trocken, ein schöner Sonnentag im Welzheimer Wald!

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Um halb zwölf fahre ich weiter, beim Schwaben-Park vorbei über Kaisersbach nach Murrhardt (lange Abfahrt!), Großaspach, Ottmarsheim (viele Autos – Autobahnzubringer) nach Kirchheim am Neckar. Um 2 Uhr ein Blick auf Schloss Hohenstein bei Bönnigheim – da sind wieder Gewitterwolken im Süden! Geht das nochmal los?

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Nein, das Gewitter geht vorüber!

Ab Botenheim fahre ich auf dem Radweg das Zabertal hoch. Das Thermometer zeigt 37°, die Kraft lässt nach, die Durchschnittsgeschwindigkeit sinkt, ich halte an jedem Brunnen.

Endlich kurz vor 3 bin ich an der Ehmetsklinge und treffe Angelika. Leider wollen die Muskeln beim Schwimmen im kühlen Wasser nicht mehr mitmachen und krampfen. Später bei der Heimfahrt geht’s wieder besser!

Noch lange freue mich an dem schönen Sonnenaufgang als Bildschirmhintergrund am Computer, und denke:

Lobe den Herrn, meine Seele,
und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Psalm 103